Unterwegs in China: DiDi, Taxis, Metro und Karten, die funktionieren
Inhalt geprüft am 2026-07-21
DiDi: wie es wirklich läuft
DiDi ist Chinas Uber und funktioniert auf Englisch — als eigene App oder als Mini-App in Alipay (ohne Extra-Registrierung). Die Preise sind niedrig. Vier Eigenheiten erwischen jeden Neuling:
- Die Zahlung erfolgt beim Aussteigen nicht immer automatisch — nach der Fahrt App öffnen und zahlen, sonst kann die nächste Buchung gesperrt sein.
- Fahrer bestätigen Sie über die letzten 4 Ziffern Ihrer Nummer — merken oder Bildschirm zeigen.
- Der GPS-Pin kann abdriften — Abholpunkt manuell setzen und genau dort warten, sonst drohen Stornogebühren.
- In abgelegenen Ausflugszielen warten keine Rückfahrer. Rückfahrt vorab buchen, den Fahrer warten lassen oder WeChat austauschen — jede Woche stranden Reisende genau so.
Taxi fahren, ohne abgezockt zu werden
Reguläre Taxis fahren fast überall mit Taxameter und sind ehrlich. Die Ausnahmen ballen sich genau dort, wo man sie erwartet: Ankunftshallen und Touristen-Hotspots, wo Schlepper „Taxis“ zum 4–6-fachen Preis anbieten. Ein Reisender, der ¥680 statt ¥120 zahlte, bekam nach Meldung binnen Tagen ¥480 zurück — das System funktioniert, aber gar nicht erst zahlen ist leichter.
- Jeden ignorieren, der mit „Taxi?“ auf Sie zukommt — offizielle Taxischlange oder DiDi bestellen.
- Im Wagen prüfen, ob das Taxameter läuft (打表); wenn nicht, einfordern oder früh aussteigen.
- Wenn etwas schiefläuft: Kennzeichen und Fahrerausweis fotografieren, Quittung (发票) verlangen, 12345 anrufen — Erstattungen passieren wirklich.
Die Metro: der Cheat-Code
Jede chinesische Großstadt hat eine moderne Metro: englische Beschilderung, Fahrpreise von ¥2–7, Sicherheitskontrolle am Eingang (Taschen durch den Scanner — geht schnell). Ticketautomaten kann man sich sparen: den kostenlosen Fahr-QR in Alipay aktivieren (Transport-Tab → Stadt wählen) und am Gate scannen. In Peking, Shanghai und Guangzhou kann man sogar eine ausländische Visa/Mastercard direkt ans Gate halten.
- Die letzten Züge fahren früh — auf vielen Linien gegen 22:30–23:00. Letzte Abfahrt der eigenen Linie prüfen.
- Auf einigen Linien wechselt man mitten auf der Strecke den Zug, obwohl es dieselbe Linie bleibt — wenn alle aussteigen, der Menge zum Gegenbahnsteig folgen.
- Für Karten Amap (高德地图) nutzen — Google Maps ist auf dem Festland unzuverlässig (versetzte Positionen, fehlende Geschäfte, falsche Verbindungen). Apple Karten geht in Ordnung. Hotel und Ziele in chinesischen Zeichen speichern.
- In großen Naturparks die englische Papierkarte am Besucherzentrum oder Hotel mitnehmen — die Navigation im Park steckt in chinesischen Apps, englische Versionen sind rar.
Fahrpreise, letzte Abfahrten und Tap-Abdeckung variieren je Stadt und Saison; geprüft am 21.07.2026. Im Zweifel klärt der Servicestand an den Gates fast alles in Sekunden.
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