Essen in China ohne Mandarin: Speisekarten, Schärfegrade und Allergien
Inhalt geprüft am 2026-07-21
Speisekarten und QR-Bestellung
Die meisten Restaurants erwarten heute, dass man den QR-Code auf dem Tisch scannt und per Miniprogramm bestellt — viele mit eingebautem Englisch, holprig, aber brauchbar. Chinesische Gerichtenamen sind poetisch, Maschinenübersetzung führt in die Irre: „Lungenscheiben von Mann und Frau“ (夫妻肺片) ist kalt gewürztes Rindfleisch ohne Lunge, „Ameisen klettern auf den Baum“ (蚂蚁上树) sind Glasnudeln mit Hackfleisch ohne Ameisen. Fotos sind der verlässlichste Führer.
- Lehnt das Miniprogramm Ihre ausländische Karte oder Nummer ab, Personal rufen — Bestellung aufgeben und über den Zahlungs-QR des Ladens zahlen.
- Ein Gericht pro Person plus ein Gemüse zum Teilen, dazu Reis, ist die richtige Menge — Gerichte sind zum Teilen gedacht.
- 肠 kann je nach Gericht Wurst oder Därme bedeuten — wer Innereien meidet, fragt nach (oder fotografiert die Menüzeile und zeigt sie dem Personal).
Schärfe: vor dem Bestellen kalibrieren
China ist nicht überall scharf — kantonesische, Shanghaier und die meisten nordchinesischen Küchen sind mild. Die Schärfe wohnt in Sichuan, Chongqing, Hunan und Guizhou, und dort übertrifft das lokale „mild“ (微辣 wēi là) immer noch die meisten westlichen „hot“-Stufen. Manche berühmten Küchen weigern sich aus Prinzip, Gerichte zu entschärfen.
- Schlüsselphrasen: 不辣 bú là (nicht scharf) · 微辣 wēi là (mild) · 不要辣椒 bú yào làjiāo (ganz ohne Chili). In den Schärfe-Provinzen hat selbst „nicht scharf“ oft noch einen Hauch Feuer.
- In Hotpot-Städten den geteilten Topf (鸳鸯锅) bestellen — halb scharf, halb klare Brühe — und Milch oder ein kaltes Dessert bereithalten.
- 麻 má ist das betäubende Prickeln des Sichuanpfeffers, getrennt von der Chilischärfe — für manche berauschend, ohne Vorwarnung irritierend.
Allergien und Einschränkungen: das ehrliche Bild
Chinesische Küchen erfassen keine Allergene, Kreuzkontamination ist Alltag — geteilte Woks, Sojasauce (Weizen) in fast allem, Schmalz zum Gemüsebraten, Erdnüsse in Saucen. Kellner antworten mitunter selbstbewusst, ohne nachzufragen. Bei schwerer Allergie: auf Selbstversorgung, große Hotelrestaurants und Ketten setzen statt einer fremden Küche zu vertrauen; bei leichter reicht eine schriftliche Karte plus kluge Gerichtwahl.
- Vor der Reise eine Allergiekarte auf Chinesisch vorbereiten — was Sie nicht essen dürfen und wie ernst es ist — und bei jeder Bestellung zeigen.
- Vegetarier: auf Speisekarten nach 素 sù suchen und buddhistische Tempelrestaurants ansteuern; 不要肉 bú yào ròu sagen — und wissen, dass „Gemüsegerichte“ trotzdem Schmalz oder Fleischbrühe enthalten können.
- Halal: auf 清真-qīngzhēn-Schilder achten — Lanzhou-Rindfleischnudel-Läden gibt es überall und sind verlässlich.
- Essenslieferung braucht eine +86-Nummer — vor Ort essen oder das Hotel bestellen lassen.
Die Hinweise hier sind allgemein; das Allergierisiko bleibt Ihre Verantwortung, und keine Karte garantiert eine sichere Küche. Bei hohem Risiko Orte wählen, wo man die Zubereitung sieht.
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